MANNHEIM: Bestes Wetter zum Finale der "Maimess 2026". Rückblick auf die Traditionsveranstaltung



An insgesamt 16 Tagen (25. April bis 10. Mai) konnten zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus der gesamten Metropolregion die vielfältigen Angebote der Schausteller auf der "Maimess 2026" in Anspruch nehmen.

Für Oberbürgermeister Christian Specht hat die Maimess ihren festen Platz im Mannheimer Veranstaltungskalender: „Die Maimess markiert traditionell den Frühlingsbeginn und lockt die Menschen zum Bummel über den Messplatz nach draußen. Mit dem Fassbieranstich, den Specht im Biergarten der Kübler & Schüßler Gastro vornahm, wurde die Veranstaltung am 25. April feierlich eröffnet.

Davor gab es den traditionellen Rundgang über das Gelände mit den Ehrengästen. Das Polizeiorchester Mannheim unter der Leitung von Wolfgang Rothenheber sorgte wieder für den musikalischen Rahmen.

Rekordverdächtige Fahrgeschäfte auf dem Neuen Messplatz

Das Eventteam um VTM-Hauptgeschäftsführerin Christine Igel hatte ein hochkarätiges Messangebot zusammengestellt – es war wirklich für jeden was dabei. „Dieses Jahr ist es dem Team mit und um Patrick Müller erneut in Zusammenarbeit mit dem Schaustellerverband gelungen, einige wirklich rekordverdächtige Fahrgeschäfte in die Quadratestadt zu holen“, so Igel.

Darunter war zum ersten Mal nach vielen Jahren wieder eine Wildwasserbahn, genauer gesagt eine Rafting-Bahn. Bei den warmen Temperaturen am letzten Spieltag erfreute sich die Bahn großer Beliebtheit. Der Andrang war entsprechend groß.

Aus River Rafting wurde Colorado Rafting

Die ehemalige River Rafting Bahn, von Fabbri gebaut, ging 2004 in Best, in den Niederlanden an den Start. Sie war ursprünglich ganz in grün gestaltet und hatte mit der Rafting Bahn „Rio Rapidos“ von Louis Oberschelp eine gewisse Ähnlichkeit. Der Essener Schaustellerbetrieb Fackler übernahm die Bahn von Buwalda aus den Niederlanden und änderte ihre Farbe in blau um.

Im Wiener Prater planten die Facklers ein Gastspiel, das Geschäft war bereits teilweise aufgebaut, da jedoch die erhoffte Unterstützung ausblieb, wurde River Rafting wieder abgebaut. Nun wird sie auf einigen Plätzen in Deutschland zu Gast sein und bei sommerlichen Temperaturen für eine angenehme Abkühlung sorgen. 

Traditionsbahn mit neuem Markennamen


Umgestaltung mithilfe von KI

Die Umgestaltung in „Colorado Rafting“ ist gewissermaßen eine Hommage an ein Kultgeschäft, welches von 1991 bis 1998 auf den Festplätzen unterwegs war. Der Huss Top Spin gleichen Namens wurde von Franz Bruch und Thomas Schneider betrieben. Der Schriftzug und einige Bilder für die Deko der Rafting Bahn wurden über KI generiert.

Zum ersten Mal in Mannheim gastierte „Evolution“
das mit 66 Metern höchste transportable Flugkarussell der Welt mit Onride-Videoanlage, so wird es auf der Website der Familie Fackler angekündigt. Mit dem Fabbri-Booster „Anubis“ von Denies-Kipp konnte die Maimess noch ein weiteres Hochfahrgeschäft präsentieren, hier werden die Fahrgäste in einer Höhe von 55 Metern auf bis zu 120 km/h beschleunigt und dabei Kräften von bis zu 4,5 G ausgesetzt. Aus dem Riesenrad „Grand Soleil“ von Göbel konnte man einen schönen Ausblick über die Stadt genießen. 

Die 1970er kommen in Erinnerung

Der „Swing Up“ ist ein echtes Familiengeschäft und weckt Erinnerungen an die 70er Jahre. Das Rundfahrgeschäft ist ein Unikat auf den Festplätzen und wurde von den beiden Schaustellern Toni Thoma und Werner Rohleder jun. in liebevoller und sehr aufwendiger Arbeit wieder zum Leben erweckt. Die Fahrgäste sitzen in Gondeln, die an schwingenden Armen befestigt sind und mittels Druckluft hoch und runter bewegt werden. Auch neu in Mannheim war die Crazy Mine Achterbahn von Thilo Janßen, die von Reverchon gebaut wurde. 

Der Bayern Breaker von Lagerin gehört zu den Stammbeschickern in Mannheim, ebenso wie der Huss-Magic von Spangenberger. Die Kinderachterbahn Gold Rusher von Bügler, der Musik Express von Schoeneseifen, die Bayern Wippe von Schultz sowie der Wellenflug von Nickel ergänzten das Angebot an Fahrgeschäften.

König-Ludwig-Motiv am legendären Bayern Breaker


Die Gestaltung des Rundlaufs war insgesamt gut gelungen, an Laufgeschäften waren die Villa Wahnsinn (von Olnhausen), das Aqua Labyrinth von Markmann und die Verrückte Farm von Hortz zu Gast.

Die Geisterbahn Doom von Schneider-Nülken, der Simulator „The Great Movie Ride“ von Schulz und die beiden Autoscooter „Number 1“ von Haas und „Sound Center“ von Schmidt gehörten ebenso zur diesjährigen Besetzung in Mannheim. 

Nichts für schwache Nerven: Geisterbahn "Doom"


Happy Monday wird gut angenommen

Jeweils Montags (am 27.04. und am 04.05.) gab es die Happy-Monday-Angebote in Form von Gutscheinen, die unter www.vtm-ma.de oder unter der kostenfreien Mannheim-App heruntergeladen werden konnten. Mit diesen Gutscheinen können besondere Angebote der Schausteller genutzt werden, die während der gesamten Öffnungszeit an Montagen gültig waren. Familientage sind in Mannheim immer an den Donnerstagen.

An den beiden Freitagen während der 16-tägigen Veranstaltung gab es das traditionelle Feuerwerk, welches den Himmel von Mannheim mit bunten Farben illuminierte.

Auf Wiedersehen in 2027


Mai 2026. Text: Dominik A.J. Sourek
Copyright Fotos: LAURUS Magazin/Sourek 






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