HAMBURG: Neue Geisterbahn Diablos Residenz feiert Premiere auf dem Winterdom


Einchecken im Hotel des Grauens, in der Residenz des Teufels, sollten wirklich nur diejenigen, die über ein starkes Nervenkostüm verfügen. Es empfiehlt sich, diesen gut gemeinten Rat von Josef Hoefnagels jun. und seiner Frau Chantal zu befolgen, bevor man sich auf eine Reise durch schaurige Hotelflure und Zimmer, wo das Grauen herrscht, begibt. Man tut gut daran, sich vor dem Hotelpersonal besonders in Acht zu nehmen. Die beiden jungen Schausteller sind stolze Besitzer der neuen Geisterbahn „Diablos Residenz“, die auf dem Hamburger Winterdom die langersehnte Premiere feiern konnte.

Es war schon ein bizarrer Augenblick, als Schaustellerpfarrer Sascha Ellinghaus die feierliche Zeremonie der Einsegnung der neuen Geisterbahn vollzog. So als ob der kirchliche Vertreter Gottes auf Erden, eine Teufelsaustreibung durchgeführt hätte.


In Hamburg zeigen die Schausteller ihre neuen Fahrgeschäfte

Die Premiere sollte eigentlich schon im Frühjahr 2025 auf der Karlsruher Mess stattfinden. Wegen Verzögerungen in der Fertigstellung, mussten die Hoefnagels schweren Herzens noch weitere wichtige Plätze absagen. Jetzt also wurde es dann Hamburg, und der Hamburger Dom wird mehr und mehr zum Schauplatz für Premieren. Im letzten Jahr wurden auf dem Sommerdom die „Halloween“-Geisterbahn von Rico Rasch und der Family Spinning Coaster „Nordmann“ von Schwerin (der allerdings nach dem ersten Platz ins Ausland verkauft wurde) und nun neben Diablos Residenz Robert Paulsens Schaukel „Tiki Taki XXL“ präsentiert.



Interview mit Chef Josef Hoefnagels jun.:

Auf dem Premierenplatz in Hamburg hatte LAURUS Gelegenheit mit Josef Hoefnagels jun. zu sprechen. Die Erleichterung war bei ihm riesengroß, dass die neue Geisterbahn endlich an den Start ging. 

Mit dem Geschäft „Happy Teddy“ (Greifer mit lebensgroßen Kuscheltieren) haben Sie und ihre Frau Chantal, ebenfalls aus einer bekannten Schaustellerfamilie, sich selbständig gemacht. Nun folgt der nächste Schritt mit einem großen Geschäft, einer Geisterbahn. Wie kam es dazu? 

Mich haben schon als Kind die Figuren in den Geisterbahnen fasziniert. Ich wollte mir einen Kindheitstraum erfüllen. Die Idee entstand bereits vor drei Jahren. Da habe ich damit begonnen, die erste Zeichnung anzufertigen und meine Familie nach ihrer Meinung dazu gefragt. Nach insgesamt drei Entwürfen habe ich mich an das Atelier Ek gewendet, welches dann an die Ausarbeitung gegangen ist.


Die Bahn ist als Geister-Hotel konzipiert worden. Wie entstand diese Idee?

Wir wollten dem Geschäft eine Seele geben. So haben wir es durchthematisiert als das Hotel von Mister Diabolo. Zum Einchecken in diese Residenz des Grauens haben wir unsere Fahrchips mit R.I.P. darauf abgestimmt.


Warum haben Sie sich dazu entschieden, die Bahn von der italienischen Firma Bertazzon bauen zu lassen?

Für mich kamen nur zwei Firmen in Frage. Bertazzon ist eine Spitzenfirma, die einen sehr guten Ruf in der Branche hat. Neben dem Bau des legendären Musik Express gelten die Italiener als einer der weltweit führenden Hersteller von Autoscootern. Im Chaisenbau für Geisterbahnen hat sich die Firma auch einen Namen gemacht, die sogenannten „Dark Rides“ sind richtige Publikumslieblinge geworden.


Was war der Grund für die Verzögerungen in der Fertigstellung?

Es war eine schwere Zeit für uns, auch in finanzieller Hinsicht, das können Sie mir glauben! Ich bin meiner Frau Chantal sehr dankbar, dass sie mich in dieser Zeit in allen Dingen großartig unterstützt hat. Unsere Geisterbahn ist größer geworden als ursprünglich geplant. Zuerst sollten es zwei Stockwerke werden, aber dann haben wir uns dazu entschlossen, noch eine Etage draufzusetzen. Der Bau der zusätzlichen Etage war sehr zeitintensiv. Außerdem wollte ich unbedingt eine 3-D-Fassade haben.

Die Fassade ist wirklich beeindruckend mit vielen Details, wie den Fenstern, hinter denen ein Feuer brennt. Aber auch die Figuren davor, der Höllenhund, der sprechende Baum, die Totenköpfe...

Die Figuren im Inneren der Bahn sind in Deutschland und in den USA angefertigt worden, für den Außenbereich konnten wir die Firma Hüttinger Animatronics engagieren, die ihren Firmensitz in Elchingen bei Ulm hat. Dieses junge Start-up-Unternehmen hat sich auf die Herstellung von animierten beweglichen Figuren für Freizeitparks und Schausteller spezialisiert. Zu ihren Kunden gehören so renommierte Freizeitparks wie der Europa Park, der Skyline Park oder der Movie Park.


Welche Pläne gibt es für die kommende Spielzeit?

Wir werden mit „Diablos Residenz“ 2026 einige sehr gute Plätze bespielen, und es kommen noch neue Figuren hinzu. 

Danke für das Gespräch. Wir wünschen Ihnen und Ihrer Frau Chantal alles Gute mit dem neuen Geschäft!

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Dezember 2025. Dominik A.J. Sourek/LAURUS Magazin
Copyright Fotos: Sourek/LAURUS







 

 

 

 

 

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