Dienstag, 29. Oktober 2013

Wiedereröffnung eines Traditionshauses: Das Löwen Hotel in Schruns (Montafon) erstrahlt in neuem Glanz

Gut sechs Monate haben dutzende Handwerker im Löwen Hotel in Schruns Schwerstarbeit geleistet: Seit Oktober 2013 hat das rundum erneuerte Vier-Sterne-Superior Hotel mitten im Montafon wieder seine Tore geöffnet. Einmal mehr lohnt sich deshalb ein Winterurlaub oder ein verlängertes Wochenende in dieser schönen Umgebung nahe des Bodensees.

Zum Wellnesshotel: Auf den ersten Blick scheint sich von außen nicht viel geändert zu haben. Allerdings täuscht dieser erste Eindruck, denn die charakteristische Holzfassade ist neu und die Auffahrt breiter. Auch im Inneren des Hotels gibt es keinen Rezeptionstresen mehr, stattdessen gemütliche Sitzmöbel, in denen schon das Einchecken Spaß macht. Stein am Boden und Holz an den Wänden – authentischer kann es in einem Hotel im österreichischen Montafon nicht sein.

Das Hotel mit der neuen charakteristischen Holzfassade

Tradition und Moderne treffen an vielen Stellen aufeinander, wobei sie immer sehr gekonnt miteinander verbunden sind. „Zeitgemäß und gleichzeitig zeitlos“ nennt Architekt Philip Wohlfarth den Style des neuen alten "Löwen". Die Traditionen der Vorarlberger Region, das Holz, den Stein, die Stickereien, hat er in Einklang gebracht mit dem Aussehen eines modernen Landhotels. Gemütliche Farben, die das einfache Landleben reflektieren, dazu feinste Materialien und hier und da ein Design-Kniff.

Die Zimmer sind in neue Kategorien eingeteilt. Auch hier dominieren Holz, Stein und schickes, aber zeitloses Design. Bodentiefe Fenster bringen mehr Licht, insgesamt ist das Styling aufgeräumter und großzügiger. Neue Chalet-Zimmer unter dem Dach bieten Platz für zusätzliche Betten. Im zweiten und dritten Stock sind zwei großzügige Löwen-Suiten entstanden, die neben einer freistehenden Badewanne mit Blick in die Umgebung auch eine eigene Sauna mit Kamin-Ruheraum haben.

Holz, Stein und schickes, zeitloses Design dominieren

Spitzenkoch aus Baden-Württemberg am Start
Auch in der Kulinarik hat sich einiges getan: Neuer Küchenchef ist Claudio Urru. Der gebürtige Esslinger war viele Jahre Chef des vielfach ausgezeichneten Restaurants „top air“ am Stuttgarter Flughafen. Seit er dort die Regie übernahm, wurde das Restaurant jedes Jahr aufs Neue mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Ungekünstelt und zielstrebig - das ist die Devise des 41-Jährigen.

Fusion ist nicht seine Sache, dafür Einflüsse aus den Küchen Asiens und vom Mittelmeer. Erstklassige regionale Produkte kommen bei Urru auf den Teller, die vor allem Saison haben müssen. Und dann legt der Meister los und kreiert Gerichte, die dem Gaumen Spaß machen: Wildkräutersalat mit geröstetem Pulpo, Pinienkerndressing und Fenchel zum Beispiel oder Brust und Confit vom Perlhuhn mit Salzzitrone, Mangold, Steinpilzen und Gnocchi.

Fazit: Die unaufdringliche und doch gediegene Kombination aus neuen stilistischen Elementen und dem bewährten rustikalen Gebäudekern machen den neuen Löwen in Schruns aus. Das zentrale Element allerdings ist, mehr noch als zuvor, die Bar. Und die ist eine ganz andere. Architekt Wohlfarth nennt sie „das Juwel in der Mitte“ und weiß, dass sich die Geister an ihrem Design scheiden werden.

Adresse: Silvrettastraße 8, A-6780 Schruns, www.loewen-hotel.com

Oktober 2013. Redaktion LAURUS Magazin
Copyright Fotos: PR/Hotel

Sonntag, 6. Oktober 2013

Oberstaufen ganz luxuriös: Das Wellness- und Golferhotel "Allgäu Sonne" sorgt für entspannte und gesunde Tage der Erholung

Neu gestaltet: Die Panoramahalle ist abends beliebter Treffpunkt

LAURUS-Hotelvisite – Redakteure und Reisejournalisten stellen empfehlenswerte Hotels vor. Frank Bantle besuchte das Traditionshotel Allgäu Sonne in Oberstaufen:


In Oberstaufen gibt viele schöne und gute Wellnesshotels. Der bekannte Ferien- und Kurort im Westallgäu glänzt mit einigen Vier-Sterne- und Vier-Sterne-S-Häusern. Allerdings strahlt nur ein Hotel mit fünf Sternen in Oberstaufen. Es ist die traditionsreiche "Allgäu Sonne", hoch über dem Ort gelegen und mit Panoramasicht auf die Nagelfluhkette, das Hausgebirge, in dem Almen, Wanderwege und im Winter Skipisten locken.                  

Im Gegensatz zu anderen Sterne-Resorts in der Region ist die "Sonne" in Privatbesitz. Viele Stammgäste kommen schon eine Ewigkeit in das Fünf-Sterne-Resort und sind alte Bekannte beim Personal – auch hier gibt es viele altgediente und bewährte Kräfte – sowie bei Inhaber Manuel Levinger. Diese Sonne-Fans, die einem abends an der Bar gerne ihre Hotelerlebnisse erzählen, halten dem Haus die Treue und sind glücklich, dass sich die Allgäu Sonne derzeit von Innen heraus modernisiert. Work in process.

Neue und insbesondere jüngere Besucher kommen mit dieser Strategie weniger klar, wie Bewertungen in den großen Hotel-Portalen zeigen. Hier wird überdurchschnittlich oft die alte Zimmereinrichtung der Allgäu Sonne bemängelt und das Fünf-Sterne-Niveau in Frage gestellt. So viel vorneweg: Die Hotelleitung nimmt jede Kritik an und weiß, dass sie das Urlaubsdomizil auffrischen muss.


Panoramahalle: mit besonderem Lichtkonzept

Sichtbares Zeichen für den Aufbruch und die schrittweise Runderneuerung ist die neue Panoramahalle, in der sich auch die Bar befindet. Hier verschmelzen Lobby und Lounge. Abends ist dieser Bereich ein place to be in der Allgäu Sonne und ein gute Alternative zum "Stießbergstüble", wo sich die Tanzfans austoben. Beim Ambiente wurde darauf geachtet, dass warme Beige- und Brauntöne mit dem Kamin und dem Kronleuchter ein harmonisches und elegantes Ganzes geben. Fünf Sterne auch für die großen Panoramafenster, die den Blick auf die Allgäuer Bergwelt freigeben!

Ebenfalls ganz neu und innovativ ist die Fitness-Welt: Auf über 200 qm sind Hotelgäste hier unter sich. Für ein optimales Training stehen modernste Technogym-Geräte bereit: allein 16 Cardio-Geräte sowie 11 Kraftgeräte, viele davon eigenen sich auch für Reha-Maßnahmen. Wer mag, kann einen persönlichen "mywellness key" nutzen. Der kleine, tragbare Chip misst die körperliche Aktivität im Fitnessraum, wenn er an die Technogym-Geräte angeschlossen ist – zudem kann er beim Wandern oder Golfspielen am Hosenbund getragen werden. Auch hier werden dann Daten ermittelt und anschließend mit Allgäu Sonne-Trainer Franz Mayer ausgewertet. Allein schon das Ambiene der Fitnesswelt lohn einen Besuch. Der Clou: Bei gutem Wetter lassen sich die raumhohen Fenster öffnen und die Nagelfluhkette ist zum Greifen nahe. 

Neu und mit modernsten Geräten ausgestattet: Fitnesswelt in der Allgäu Sonne

Domizil für Golfer: Wie gut, dass Allgäu-Sonne-Chef Manuel Levinger selbst begeisterter Golfer ist. Wenn es sein Terminkalender zulässt, dann begleitet er Hausgäste auf ein paar Runden. In nur wenigen Autominuten sind Golfer vom Hotel aus auf den Plätzen Oberstaufen-Stiebis (30 Prozent Greenfee-Ermäßigung) und Golfpark Bregenzerwald in Riefensberg (20 Prozent Greenfee-Ermäßigung). Während der Hausplatz in Oberstaufen wunderschön auf 900 Meter in die Allgäuer Hügellandschaft eingebettet ist, fallen im Riefensberger Club die alten Baumgruppen und Bäche auf, die gut in die Bahnen integriert sind.

Doch damit nicht genug: Von der Allgäu Sonne aus können Gäste weitere 15 Golfplätze der Region ansteuern, Fahrtzeit maximal eine Stunde. Natürlich gibt es für Einsteiger Golfschulen und einmal im Jahr sogar ein eigenes Golfturnier der Allgäu Sonne (immer im August). Auf der Internetseite des Hotels finden Golfer ganzjährig auch spezielle Golf-Arrangements.
Angebot im Beauty-Bereich: Soft-Aging zur Hautverjüngung

Wellness und Beauty. Dafür ist das Tophotel in Oberstaufen bekannt und so manche Damenclique kommt von weit her, um sich in der schönen Allgäuer Umgebung mit neuesten Hautpflege- und verjüngungsprogrammen verwöhnen zu lassen. Schilla Minai, die Leiterin der Schönheitsfarm, nennt die Angebote: "Neben klassischer und Spezialkosmetik (Jeanne Piaubert, QMS, Horst Kirchberger) zur intensiven Regeneration und der Schweizer Frischzellenkur Cellcosmet sind die Soft-Aging-Programme gefragt. Wir bieten die neuesten Verfahren an". Während einige Gäste ausschließlich der Schroth-Kur wegen in die Allgäu Sonne kommen, nutzen andere das Angebot Soft Aging mit Metabolic Balance – das ärztlich geleitete Diätprogramm sorgt für Gewichtsverlust, parallel straffen die Medical Beauty-Anwendungen die Haut.

Fünf-Sterne-Komfort, das bedeutet in dem Ferienresort in Oberstaufen natürlich auch 2100 qm Wellnessoase mit zwei Innenpools und einem beheizten Außenpool, Whirlpool, Sauna und Dampfbad sowie Ruhezone. Plus: umfangreiche Schönheitsbehandlungen, Massagen und Reha-Angebote, die legendäre Oberstaufer Schroth-Kur mit medizinischer Begleitung sowie spezielle Männer-Treatments.

Zimmer nach der Renovierung im Sommer 2013

Was uns gut gefiel: Die Großflächigkeit des Hotels, wie sie nur ältere Luxusherbergen bieten können. Hier ist Platz, hier gibt es überall Rückzugsmöglichkeiten, kleine Oasen. Auch die Zimmer und Suiten in der Allgäu Sonne sind mit 30 bis 85 qm groß und komfortabel. Zum Wohlfühlen in dem Oberstaufener Hotel trägt maßgeblich die Equipe bei. Hier müssen wir erneut das Geschäftsmodell mittelständisches Privathotel loben: Das Personal ist zum Teil schon mehr wie 20 Jahre in der Allgäu Sonne und tief mit der Philosophie und der Gegend verwurzelt. Das merkt man als Gast. Man wird ehrlich, freundlich und a biserl mit Allgäuer Dialekt umsorgt, aber nie aufgesetzt oder hektisch, was einem in anderen Sterne-Häusern passieren kann. Exzellent ist natürlich die Lage in Oberstaufen: Allgäuer Natur und viele Ausflugsziele im 50km-Radius, zudem ein lebendiger Kurort, wo auch abends noch Party angesagt ist. Fragen Sie am Hotel-Empfang nach den Hotspots!

Was was weniger gefiel: Während uns Schrothkur-Gäste begeistert vom aufmerksamen Service und den frischen Diätgerichten in der "Schrothstube" berichteten, wo die "Fasten-Leute" ihr Mahl einnehmen, hat uns das Angebot und der Service im Stammrestaurant nicht voll überzeugt. An diesem Wochenende hakte es jedenfalls; Die Portionen der Hauptgerichte hätten ein wenig größer ausfallen dürfen, ebenso die gesamte Auswahl an A-la-Carte-Gerichten. Was uns aber mehr störte, war der etwas unterkühlte, zu routinierte Service. Mag sein, dass die Equipe einen langen Arbeitstag hinter sich hatte, aber zur Dinner-Zeit wollen wir ein Lächeln auf den Lippen sehen. Sicher ist auch der Poolbereich in der "Sonne" etwas in die Jahre gekommen und dass der Außenpool derzeit nur im Sommerhalbjahr offen ist, das geht beim Boom "Winterwellness" in einer Skiregion eigentlich gar nicht (mehr). 

Wie passiert weiter in dem Allgäuer Tophotel? Im Sommer 2013 wurden wieder Doppelzimmer und Juniorsuiten im Haupthaus renoviert – mit warmen Farben, natürlichen Materialien, Parkett und großzügigen Badezimmern. Im neuen Jahr geht es weiter, wie Hotelchef Manuel Levinger versichert: "Mit Hilfe von schrittweisen weiteren Zimmer-Renovierungsmaßnahmen sind wir bestrebt, unseren Gästen einen modernen und zeitgemäßen Komfort zu bieten".

Kontakt: Allgäu Sonne, Stiessberg 1, 87534 Oberstaufen, Telefon (08386) 70 20. www.allgaeu-sonne.de

Oktober 2013. Frank Bantle/Redaktion LAURUS Magazin
Copyright Fotos: PR/Hotel Allgäu Sonne

 
TIPP: Wenn Sie dieses Hotel mögen, dann wird Ihnen auch das Travel Charme Ifen Hotel im Kleinwalsertal und das Hotel Exquisit in Oberstdorf gefallen. Berichte unserer Redaktion finden Sie hier: IFEN HOTEL.

Lust auf Detox-Kur im Allgäu? Ganz neu und aktuell bietet das Hubertus Alpin Lodge & Spa in Balderschwang Programme an. Lesen Sie mehr HIER.


Allgäu Sonne mit ganz neuen Zimmern

Allgäu Sonne, Oberstaufen: Fitnesswelt mit Winterlandschaft
 
Panoramahalle: Verweilen, Tee trinken, gute Gespräche führen

Wellness in Kössen bei Reit im Winkl: An Weihnachten gibt es noch ein Festprogramm im Hotel Peternhof mit Opernsängern und Christkindlmarkt

Der Peternhof bietet Weihnachtsflair Auf einer Anhöhe nahe Kössen (Tirol) liegt ein Wohlfühlresort, das seine Gäste auf höchstem Niveau...